Durch den Wind - oder: Kurztrip ins Herz von Nordfriesland
- Sylvia Kester
- 23. Sept.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Okt.
Jetzt stehst du da - im hohen Norden, vor einer Friesentür, das Haus mit Reet gedeckt und die Kühe selbstverständlich auch im Backround vorhanden. Bullerbü lässt grüßen.
Es war eine Überraschung die ich von meiner Tochter zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Ich hatte schon länger mal erwähnt: Wenn ich Urlaub in Nordfriesland mache, dann im Küsten Cottage der Deichdeern, aka Julia Nissen. Ihres Zeichens Landfluencerin.
Das Netz verbindet eben.

Tja, jetzt sind wir im Mai für 4 Tage hier gelandet. Und ... es sieht genau so aus wie ich es mir vorgestellt hatte. Reetdachhaus auf`m Land, mit Kühen vor der Tür. Und die Begrüßung von Julia war wie erwartet auch sehr herzlich. Man wohnt in Bargum wirklich direkt auf'm Land.
Die Wohnung befindet sich in einem für die Region typischen alten großen Reetdachhaus. Das Haus teilt sich in die Vermieterhälfte und die Ferienwohnung. Diese hat ein Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer und großes Bad. Urgemütlich und liebevoll eingerichtet.


Die Region ist wie man sich Nordfriesland vorstellt - flach, rauh und Windräder. Das Wetter? Hart aber herzlich.
Ein besonderes Wahrzeichen des rund 650 Einwohner zählenden Ortes ist die Windmühle "Aelos". Sie ist in Privatbesitz. Und wir haben gleich nebenan gewohnt.
Wer Ruhe haben will, ist hier richtig.

Wer aber einen Strandurlaub erwartet - der ist jetzt so nicht. Für den Strand sind wir mal eben rüber nach Sylt gedüst. Ab Niebüll mit dem Zug. War sehr entspannt. Gelandet in Westerland, ging es hoch Richtung Kampen. Haben uns da aber nicht lange aufgehalten, sondern sind zur Uwe-Düne gewandert.
Die Aussicht ist klasse.
Die Uwe-Düne auf Sylt ist die höchste natürliche Erhebung der Insel. Über eine Holztreppe mit vielen Stufen gelangt man auf die Aussichtsplattform, von der man einen großartigen Panoramablick über die Insel bis nach Dänemark hat.


Zum Einkehrschwung ging es nach einem kurzen Fußweg in die Sturmhaube. Die Lage ist wirklich top und auf der windgeschützten Terrasse konnte man gemütlich sitzen. Zum Glück waren nur wenige Besucher da, da das Restaurant geschlossen hatte. Aber es gab trotzdem was zu essen und trinken.Selbstbedienung am Kiosk war angesagt, hat uns persönlich jetzt nicht gestört. Hier wird das Bier selbstgebraut und wir haben uns eine'ne Portion Pommes mit Gedöns und Waffeln gegönnt. Die Preise sind allerdings schon sportlich. Sylt eben. Zurück zum Bahnhof ging es dann mit dem Taxi.

Ein Ausflug nach Dagebüll stand auch auf dem Programm. Ist mir allerdings doch etwas zu sehr auf Tourismus gesetzt. Du kannst von der Mole hier aus aber den tollsten Sonnenuntergang bewundern. Und ich kann ein Restaurant absolut empfehlen: Louisa's Heimatküche. Liebenswert, gemütlich und sehr gut. Und das nicht nur, weil Promiköchin Cornelia Poletta bei uns am Nebentisch saß.

Es gab übrigens auch noch einen Abstecher nach Flensburg. Das ist ca. 1 Autostunde entfernt. Also Flensburg - du hast mich positiv überrascht! Man verbindet diese Stadt ja generell nur mit der polizeilichen Punktekartei - aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall: Skandinavisches Flair, urige Gassen und einen idyllische Hafen - sollte man für einen Städtetrip unbedingt mal ins Auge fassen.
Liebe Julia, ich habe mich in deiner Heimat sehr wohl gefühlt und es wird nicht der letzte Besuch gewesen sein.
Allerdings eins haben wir vergessen zu machen - ein gemeinsames Foto. Mit Sicherheit dann beim nächsten Mal.
...ganz herzliche Grüße gehen gen Norden
Sylvie














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