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  • Sylvia Kester

MONETs GARTEN -  in Pixel statt mit Pinselstrich

Den Wagen vollgepackt mit den Mädels fahr ich Richtung Frankfurt. Rein ins Kunstvergnügen. Geplant: Besuch der Multimedia Ausstellung MONETS GARTEN, die noch bis 12. Mai in der Raumfabrik zu sehen ist. Ja, heute kann Kunst auch schrill und digital sein. Karten hatten wir vorbestellt, ist unbedingt zu empfehlen.




Im Eingangsbereich, wird man schon gleich auf einem Rundweg mit dem Lebenslauf empfangen. Wir lesen uns durch bis zum eigentlichen Beginn der Ausstellung. Claude Monet lebte von 1840-1926 war ein französischer Maler, der vor allem mit seiner impressionistischen Malerei bekannt wurde. Der Name der Ausstellung „Monets Garten“ ist Programm, aufgrund seines von ihm gestalteten Gartens in seinem Heimatort Giverny. Der dort entstandene Seerosenteich, stand für viele seiner Bilder Pate. 


Im zweiten Raum tauchen wir ein, in seine farbenfrohe, bunte Welt. Hier befindet sich eine Rundbogenbrücke unter einem Blütenmeer aus Blauregen. Zwar aus Plastik, aber macht optisch mords Krach. Auch die Fassade seines Landhauses, die in Teilen nachgestellt wird und durch die intensive Beleuchtung perfekt in Szene gesetzt ist, macht einen impossanten Eindruck.

In diesem Raum befindet sich auch ein überdimensionales Animationsbild. Bei diesen an die Wand projizierten Farbpigmenten, kann man die Pigmente selbst in wallende Bewegungen versetzen: Ich stelle mich dazu auf einen markierten Punkt und je ausufernder man seine Arme bewegt, desto wilder ist das Farbspiel in Bewegung.






Weiter geht es in den eigentlichen Ausstellungsraum:

Hier werfen 26 Projektoren Monets Kunstwerke meterhoch auf Boden und Wände. Wir sitzen auf Würfeln also inmitten seiner „Gemälde“ - etwa dem berühmten Seerosenteich. Eine Sprecherin erzählt Fakten und Anekdoten aus dem Leben und Schaffen des Künstlers, ab und zu werden Szenen wie in einem Hörspiel nachgesprochen und im Hintergrund spielt Musik.




 

Was nimmt man mit aus einer multimedialen Ausstellung?

Natürlich ist es nicht mit einer herkömmlichen Ausstellung und Originalbildern zu vergleichen. Jedoch finde ich, dass es sich absolut lohnt, eine immersive Ausstellung zu besuchen. Ist absolut mal erlebenswert. Es ist eben anders schön und mehr als Unterhaltung zu sehen. Aber, ich finde man erfährt sogar noch mehr über den Künstler als in einer herkömmlichen Ausstellung. Kunst heißt es, liegt ja im Auge des Betrachters. Und jeder kann selbst entscheiden, was er gut findet. Das Problem entsteht eigentlich immer erst, wenn du eine bestimmte Erwartung hast.





Fazit: Ich persönlich fand diese Ausstellung gut, jedoch die Vorstellung im großen Raum, bei der van Gogh Ausstellung, etwas gelungener. Zum einen die bequemeren Sitzmöglichkeiten mit den Sitzsäcken – vielleicht könnte man eine Mischung aus beidem kreieren – zum anderen die etwas ruhigere Musik und die an die Wand geworfenen Zitate und Textausschnitte.

Und was in der Frankfurter Ausstellung wirklich nicht gut war, war die schlechte Belüftung in den Sälen der „Raumfabrik“.

 

Was bedeutet „immersive“ Ausstellung?

Ja, da musste ich auch erst einmal Herrn Google fragen – und hier die Antwort: Mit Hilfe von Videoprojektionen, Sound und Musik wird die Kunst bei diesem Trend lebendig. Als Besucher:in wandelt man durch abgedunkelte Räume und taucht in die Bilder ein, ja verschmilzt mit ihnen. Abgeleitet wird der Begriff Immersive Art übrigens von „Immersion“, also dem Eintauchen in eine künstliche Umgebung.

Also…. Wista Bescheid!


Grüße Sylvie

...und Monet




 

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