• Sylvia Kester

Ferien auf Teneriffa Part II. - Unternehmungen

Aktualisiert: 17. Sept 2019

Auf Teneriffa angekommen, habe ich festgestellt, dass ich die Reiseapotheke zuhause stehen hab lassen. Naja... wir sind ja jetzt mit allen möglichen öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren - da kurz mal über die ungewaschene Handfläche geleckt, ist ja auch irgendwie Homöopathie...


Trotz all unseren Aktivitäten - über die Insel und die Unterkunft, habe ich in Part I. schon berichtet - haben wir dann zum Glück auch kein Mittelchen oder Pflaster gebraucht. Und wir sind viel auf der Insel herumgekommen. Denn nur Strandurlaub geht bei uns nicht. O-Ton Mann nach einer Stunde Strand: So, ich bin fertig! Was machen wir jetzt...

Vor allem die Farben in den vielen unterschiedlichen Naturtönen haben mich begeistert.










Und diese Farben sieht man eben auch nur, wenn man unterwegs ist. So kamen wir auch an unterschiedlichen Stränden vorbei. Auf Teneriffa sind die Strände im Normalfall dunkel. Im Süden jedoch und in Santa Cruz wurden sie der Touristen wegen mit hellem Sand aufgeschüttet. An dunklen Stränden sind Badeschuhe zu empfehlen, da der Lavasand hier meist etwas grober ist.


Strände die wir besucht haben


Playa de Punta Larga - unser Hausstrand in Candelaria - ist ein kleiner recht neu gestalteter schwarzer Strand. Er liegt zwischen dem Hornilla Strand und der Playa las Caletillas. Hat 2 vorgelagerte Wellenbrecher am Hauptstrand, eine Steininsel mit Verbindungssteg und Holzplateaus-Flächen fürs Sonnenbad und schöner Palmenbepflanzung. Bademeister sorgen für Sicherheit und er ist behindertengerecht gestaltet. Durch die vorgelagerten Wellenbrecher und den seichten Übergang vom Strand ins Meer sehr kinderfreundlich.





Playa de Las Teresitas - Er befindet sich etwas außerhalb von Santa Cruz. Dieser Strand ist flach abfallend, wurde mit hellem Saharasand aufgeschüttet und vorgelagerten Wellenfängern angelegt. Perfekt zum Schnorcheln. Es gibt Toilettenanlagen und Duschen. Vereinzelt auch Palmen zum Sonnenschutz. Vor allem ist es nicht so überfüllt wie in den südlichen Hochburgen. Im Hintergrund haben Sie den Blick über Teile des Anaga-Gebirges. Allerdings wenn es windig ist, ist der Sand wie Nadelstiche. Und am Atlantik ist es ja öfters mal windig.






Playa Montana Roja – Hier können Sie sich erst bei einem schnellen Aufstieg am Montaña Roja auspowern (auf dem Foto im Hintergrund) um dann gleich unten am Strand zu chillen. Der „Rote Berg“ ist mit knapp 200 m Höhe der Hausvulkan des Orts und die einzige echte Erhebung auf der südlichen Seite. Der Aufstieg beginnt oberhalb der Feriensiedlung Montaña Baja, auf einem gut sichtbaren Pfad und dauert etwa eine halbe Stunde. Oben führt ein Weg um den gesamten Kraterrand. Unten ist der Strand weitläufig und war bei uns ziemlich leer. Ist auch ein Eldorado für Kitesurfer und es befindet sich gleich eine Surfschule vor Ort. Leider verschandeln weiter westlich endlose Apartmentanlagen das Panorama. Wir haben uns sichttechnisch eben in die andere Richtung orientiert…




WhaleWatching

3 Stunden waren wir auf einem WhaleWatching Catameran unterwegs. Tolles Erlebnis. Nicht nur wegen der Wale die man sieht - wenn man Glück hat. Auch generell mal einige Stunden auf dem Wasser zu verbringen ist wunderschön. Die Angebotspalette ist in der Beziehung groß. Aber, man sollte darauf achten, bei welchem Anbieter man bucht. Da gibt es wie überall auch schwarze Schafe. Uns war es wichtig, dass den Tieren nicht um jeden Preis nachgejagt wurde. Wir sind dann auf die Bonadea II gestoßen sind. Die Crew war sehr nett.

Der Kapitän hat auch extra nochmals darauf hingewiesen, dass sie die wunderschönen Tiere nicht jagen. Dies war auch überhaupt nicht nötig. Denn die kamen quasi auf uns zu und sind sogar unter unserem Boot durchgetaucht. Es war ein fantastisches Erlebnis! Der Katamaran Bonadea II bietet Platz für 22 Passagiere, wir waren sogar nur zu dreizehnt. Das Schiff wurde von der kanarischen Tourismusbehörde mit der Flagge „Barco Azul“ für Walbeobachtung ausgezeichnet. Auf dem Schiff befinden sich u.a. auch Eimer zum Einsammeln von herumtreibendem Müll. Darüber hinaus verfügt es über die Genehmigung zur Walbeobachtung des Umweltministeriums.

Abschließend gab es nach dem Anlegen im Hafen noch viele interessante Erklärungen zu den Tieren und deren Lebensraum. Ein wirklich empfehlenswerter Ausflug!




Vulkan Pico del Teide

Dominant prägt der 3700 m hohe ruhende Riese das Inselbild. Die atemberaubende Landschaft des Naturschutzgebietes rund um den Vulkan ist unbedingt ein Ausflug wert, ob jetzt als Wanderer oder auf 4 Rädern. Zum einen haben wir – der Jugend zuliebe - einen 4stündigen Quadausflug gemacht, die Serpentinenstraße hinauf Richtung Teide. Die Fahrt geht nicht bis ganz hoch (hin- und zurück 70 km mit einem kurzen Off-Road-Erlebnis).





Man merkt, dass die Jungs, die uns geführt haben, Spaß an ihrem Job haben und uns dies auch vermitteln wollen. Die Zeit verfliegt echt schnell. Auf das Thema Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr wird bei unserer Gruppe sehr geachtet. Ein Guide führt die Tour an, der andere sperrt Straßen ab bzw. schaut ob alles frei ist. Man fühlt sich gut aufgehoben und kann sich auf das Fahren konzentrieren!


Zum anderen sind wir ein paar Tage später mit dem Auto direkt zum Teide hoch. Fahren Sie möglichst zeitig los, der Andrang ist immer sehr groß und die 200 Parkplätze schnell voll. Aber es lohnt sich. Die Seilbahn bringt Sie fast bis ganz nach oben. (Wer das letzte Stück bis zur Spitze erklimmen möchte, muss im Vorfeld einen Antrag stellen.) Der Ausblick ist phantastisch. Ziehen Sie vor allem festes Schuhwerk an und nehmen Sie eine Jacke mit. Kann schon mal nur ein paar Grad haben in der Höhe.







Anaga Gebirge mit seinem Lorbeerwald

Es ist ein Paradies für Wanderer. Wir haben allerdings auf unserer Fahrt über die Insel nur einen kurzen Abstecher dorthin gemacht. Hat mich aber irgendwie an unseren Spessart erinnert. Auf jeden Fall habe ich es genossen mal wieder so viel Grün im Urlaub zu sehen. Entlang der Strecke können Sie immer wieder einen kurzen Zwischenstopp einlegen um die Aussicht zu genießen.






Mit der Straßenbahn nach Santa Cristobal de La Laguna

12 km von Santa Cruz entfernt auf einer Anhöhe, liegt die ehemalige Inselhauptstadt San Cristobal de La Laguna. Ich kann nur bestätigen, dass sie mit ihren zahlreichen Gebäuden im spanischen Kolonialstil als eine der schönsten Städte der Kanaren gilt. Wir sind zwar mit dem Auto hingefahren aber es geht auch mit der Straßenbahn. Würde ich, glaube ich, das nächste Mal probieren. Mit der Linie 1, kostet etwa 1,35 Euro und geht fast nur bergauf. Hier haben wir auch sehr gut gegessen und zwar im Mesòn La Hijuela.





Essen und Trinken


Generell sind die Preise in der Region in der wir uns befinden doch sehr günstig. Für eine große Tüte beim Bäcker haben wir die Hälfte gezahlt als zuhause. Und es gibt eine tolle Auswahl. Zudem ist Essen ja bei meiner Familie ein ganz wichtiges Thema! Wir erinnern uns – Braten etc.…?


Hier ein paar RestaurantTipps:


Mesòn La Hijuela, Calle Herradores, 104, 38201 San Cristóbal de La Laguna,

Ganz so wie man sich eine spanische Tapasbar vorstellt. Spezialität tellergroße Steaks

Eine klassische Beilage sind die papas arrugadas. Die „verschrumpelten Kartoffeln“ gibt es in jedem Lokal. Klein, dunkel von außen, gelb von innen. Werden im Meersalzwasser gekocht und schmecken wirklich lecker. Dazu reicht man den Mojo. Diese pikante Sauce darf bei keinem Gericht fehlen.





La Cofradia de Caletillas, Av. Maritima, 31, 38530 Candelaria

Das Lokal liegt direkt an der Uferpromenade. Zunächst ist man etwas skeptisch wegen der Größe des Terrassen-Lokals mit seiner doch eher einfach, robust-spartanischen Plastikbestuhlung. Sie können sich Ihren Fisch direkt an der riesigen Frischetheke aussuchen. Man kämpft sich zwar etwas durch die ausgehängte Speisekarte in Spanisch, aber wir haben dann einfach auch geschaut was die Anderen so auf den Tellern hatten und haben danach bestellt. Man muss sich nur zu helfen wissen.



Restaurante La Casona del Vino - Ctra. General del Sur, 44, 38530 Candelaria

Wurde so etwas wie unser Stammrestaurant um die Ecke. Überzeugt durch die hervorragende Küche, sehr sympathisches Personal und Ambiente. Hier war die Spezialität definitiv Arroz Meloso entweder mit Ente oder Meeresfrüchten. Ähnlich einer Paella nur mit mehr Flüssigkeit.





El Molino, TF-28, 110, 38530 Candelaria,

Spezialität Hähnchen und Fleisch vom Grill – urig, einfach und wie bei Muttern…


Was uns gewundert hat und ich weiß auch nicht woran es gelegen hat war: Obwohl Teneriffa als Weinanbaugebiet bekannt ist, war es nicht einfach, mal einen guten Wein im Restaurant zu bekommen. Da waren schon einige Dinger dabei, bei denen es dir die Fußnägel nach oben gekräuselt hat. Wir haben uns halt immer wieder auf`s Neue überraschen lassen...



Fazit und Tipps:

  • Wir hatten einen tollen Urlaub und Teneriffa ist schön, aber ich muss gestehen, mir gefallen die Balearen etwas besser. Und wir sind wirklich viel herumgefahren und haben viel gesehen.

  • Für mich der schönste Bereich ist um Santa Cruz. Hier ist es zwar etwas windiger, aber es gibt hellen Sandstrand und glasklares Wasser. Und vor allem hat die Stadt das Flair und das Dolce Vita, das ich auf der Insel sonst etwas vermisst habe.

  • Wasser aus der Leitung zu trinken, sollte man vermeiden, da das Leitungswassersystem dringend sanierungsbedürftig ist.

  • Schlimm finde ich auf der Insel auch die Plastikflut. Denn es gibt (noch) kein Pfandsystem – sprich jede Plastikflasche oder Dose landet direkt im Müll. Selbst in Restaurants stellt man Dosen oder 0,5er Plastikflaschen auf den Tisch.

  • Wasserschuhe sind bei den schwarzen Stränden von Vorteil.

  • Muscheln suchen Sie an den Stränden rund um die Insel jedoch vergeblich. 0k…. 2 Stück hat mein Mann gefunden.


Aber machen Sie sich doch vielleicht irgendwann selbst mal ein Bild. Sonnige Inselgrüße


Sylvie



Catamaran Bonadea II HIER

Vulkan de Teide HIER

Part I. über die Insel und das Ferienhaus HIER


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