• Sylvia Kester

Wine not ?! oder Woher der "Hang zum Wein" kommt

Aktualisiert: 11. Nov 2019

Ich bin seit 2 Jahren jetzt voll in das Thema Wein involviert. Tochter lernt Winzerin und als man(n) im letzten Jahr ganz spontan einen kleinen Weinberg angeboten bekommen hat, wurde zugegriffen. So kommt der "Hang zum Wein"- auch wenn noch kein Plan da war. Wobei, das Interesse am Rebensaft ist schon länger gegeben.





Wein gilt bei vielen Menschen ja heute als Luxusartikel, da ziert doch so ein eigener Weinberg ungemein - wenn man mal von der Arbeit, dem Schweiß, den Schwielen und den verdreckten Arbeitsklamotten absieht.... voll der Luxus! Wenn du aber dann nach der Arbeit, voller Zufriedenheit auf der Terrasse sitzt - die im Vorfeld mit viel Schweiß wieder aufgebaut wurde - und über die Rebstöcke ins Tal schaust weißt du, dieses Fleckchen Erde das du da genießen kannst, ist Luxus.


Und, die Arbeit lohnt sich, das sogar in doppelter Hinsicht - sie tut einfach der Seele gut und... wir haben im letzten Jahr schon die ersten Flaschen abfüllen können. Und weil das Ganze überhaupt verrückt gelaufen ist, der Weinberg zudem im Weinort Rück liegt war der Name schon vorprogrammiert.





Allerdings lag der Hang etliche Jahre brach. Wir wußten nicht mal welche Sorte dort angebaut war. Die alten Stöcke haben Mann und Tochter alias @schoppenqueen rausgerissen und es wurden WeißburgunderReben angepflanzt. Jetzt heißt es eben 2 Jahre warten.





Unsere fränkische Region hat sich in den letzten Jahren aber auch wirklich gemausert - vor allem in Bezug auf Wein. Vom "Sauerampfer" der früheren Jahre ist schon lange nichts mehr zu merken.Viele der Winzer hier, haben sich auch überregional einen Namen gemacht und zahlreiche Flaschen zieren Auszeichnungen. Ich gebe aber zu, ich bin eher der "Schöllsche"-Trinker. Aber die Arbeit im Weinberg macht mir auch Spaß. Wobei ich zugegebener Maßen eher für die Verpflegung und die Deko zuständig. Ja, Deko kann ich! Ich bin also diejenige, die am Schluss auch in der Weinbergshütte die Kissen, á la Tine Wittler, dekorativ trapiert.


Was tolle an unserer Region ist, sind die vielen Häckerwirtschaften. Die hiesigen Winzer bieten an einigen Wochen im Jahr, in ihren heimischen Gefilden, ihren Wein an. Dazu gibt es einfache Hausmannskost etwa Kochkäse, Hausmacher Wurstplatte oder Bratwürste mit Brot und Kraut und das zu kleinem Geld. Man kommt, setzt sich an einen Tisch dazu und ist sofort im Gespräch - so einfach ist das. Und nicht selten sind es immer die gleichen Leute die man trifft. Das Ganze nennt sich dann Gemütlichkeit!


Weinlese als Therapie


Seit unsere Tochter Winzerin lernt, mach ich regelmäßig bei der Weinlese mit. Eigentlich müsste das für gestresste Menschen auf Rezept verschrieben werden. Es macht echt Spaß und weckt die Lebensgeister. Morgens um 8 Uhr im Weinberg zu stehen, mit dem Blick über die Lagen und mit Glück bei schönem Wetter. Am Ende gibt es noch ein gemeinsames Essen - oft direkt im Weinberg. Also ich kann nur empfehlen es einmal auszuprobieren. Einfach bei einem Winzer nachfragen. Viele freuen sich über zusätzliche Hände. Außerdem weiß man den Wert des Weines noch mehr zu schätzen, wenn du jedes einzelne Bündel vom Stock in der Hand gehalten und nach Schlechten durchsucht hast. Und du lernst sogar noch was - zum Beispiel, was Essigtrauben, Perobefall und Sonnenbrand ist, dass es auch eine gute Fäulnis gibt die den Geschmack ausmacht, das die Trauben beim Spätburgunder besser ausgeputzt werden müssen als beim Müller Thurgau - die können grad so vom Stock in den Eimer usw.


Wenn du dann noch siehst welche Arbeit weiter dahinter steckt - denn nur mit dem Lesen allein, ist es ja auch nicht getan. Nicht selten haben die Winzer in der Hauptsaison einen 16 Stunden Tag. Ich kann nur sagen: Respekt!





Die Reblaus hat sich im Seehotel eingenistet


Wie vielfältig unsere Region auch in Bezug auf Weinlokalitäten ist - also ich leb' gern hier: Sie können die Einfachheit einer Häckerwirtschaft genießen, auf du und du mit seinem Gegenüber oder, Sie gönnen sich eine kleine Weinauszeit in einem etwas gehobenerem Ambiente, wie im Seehotel in Niedernberg, dem im fränkischen Stil errichtete Hoteldorf direkt am See. Ergänzt wurde das 4*-Tagungs- und Wellnesshaus nämlich vor einiger Zeit durch die "Reblaus". Und als ich diese Vinothek gesehen habe war ich sofort verliebt. Das Weinlädchen ist ein Kleinod.







In der Reblaus finden an festen Tagen Weinverkostungen statt, Sie können eine private Weinprobe buchen oder den wunderschönen Raum für Feierlichkeiten nutzen. Sonntagsmittags ist die Bar generell für Jedermann geöffnet. Die Weine die hier auf dem Programm stehen kommen aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich. Es wird Wert darauf gelegt, insbesondere kleinere Weingüter zu präsentieren. Ich muss gestehen, ich habe selten so ein schönes Ambiente einer Weinbar gesehen. Es wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet.


Übrigens, meine Bilder und Exponate von fünf weiteren Künstlern können jederzeit in den Gängen des Hauses begutachtet werden. Wir haben dort nämlich eine Dauerausstellung.





Also, wie gesagt in ChurFranken ist für jeden Geschmack etwas dabei because...


If you walk a mile in my shoes,

you`ll end up in a

...winebar!

oder in einer Häcke!


Grüße und Prost


Sylvie




#Werbungohneauftrag da heimatverliebt


Infos:

Churfranken hier

Häckerkalender Churfranken hier

Weingut Giegerich hier

Reblaus im Seehotel Niedernberg hier




0 Ansichten

WERDE TEIL MEINER MAILINGLISTE

© 2020 by Sylvia Kester         Impressum/Datenschutz